Eindrucksvoll schilderte Angelika Hunschede, die seit mehr als zehn Jahren in der Einrichtung als Sprachfachkraft arbeitet, den beiden Politikern, welche Bedeutung eine Sprachfachkraft für die alltagsintegrierte Sprachförderung im Kita-Alltag hat.
„Sprache ist der Schlüssel zur Welt“ hob Angelika Hunschede hervor und zeigte dabei auf, wie sie nicht nur die Kinder zum Reden animiert, sondern auch Eltern befähigt, zuhause mit ihren Kindern Deutsch zu sprechen. Auch ihre Kolleg*innen erhalten von ihr wertvolle Tipps für den Kita-Alltag, die Sprachbildung der Kinder zu unterstützen. Dabei betonte sie, wie wichtig das nicht nur für zugewanderte Familien ist, sondern auch für deutschsprachige Elternhäuser zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Allerdings ist diese wertvolle Arbeit in Gefahr. Denn zum Ende des Jahres will die Bundesregierung das Programm auslaufen lassen und nicht mehr weiter finanzieren. „Inzwischen gibt es positive Signale, dass der Bund bereit ist, einen Übergang sicherzustellen“, konnten Thomas Kutschaty und Dennis Maelzer berichten. Auch wenn im NRW-Landtag vor Kurzem noch ein Antrag von SPD und FDP abgelehnt wurde, eine Bestandsgarantie für die Sprach-Kitas in NRW einzuführen, habe zwischenzeitlich auch NRW-Familienministerin Josefine Paul eine Weiterfinanzierung in Aussicht gestellt. Der Ankündigung müsse der neue Landeshaushalt nun Folge leisten und falls dies nicht geschehe, „wird die SPD-Fraktion mit Änderungsanträgen für die Finanzierung der Sprach-Kitas durch das Land kämpfen“, betonten die beiden Abgeordneten.