AWO Bezirksverband Niederrhein e.V.

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1. AWO-Sozialkonferenz

Angeregt wurde die 1. AWO-Fachkonferenz zur Zukunft der Sozialpolitik in Deutschland schon bei der Bundeskonferenz 2008 in Berlin. Lange geplant und sorgfältig vorbereitet fand die Konferenz dann am 1. Oktober 2010 zu einem Zeitpunkt statt, der nicht besser hätte gewählt werden können. Das Vorhaben der Bundesregierung, das Haushaltsloch mit massiven Einschnitten in das soziale Netz zu stopfen und somit vor allem sozial benachteiligte Menschen für die Bankenrettung zahlen zu lassen, sorgte bei den Konferenzteilnehmern für zusätzliche Motivation, sich mit Fragen zur Zukunft des Sozialstaates zu befassen.

Zusammenhalt stärken - Ausgrenzung verhindern

Gunder Heimlich, Vorsitzender AWO Niederhein

"Demokratie lebt von sozialem Frieden, einer funktionierenden Solidargemeinschaft und einem breiten Rückhalt in der Bevölkerung. Die letzten Jahrzehnte in unserem Land sind dagegen geprägt von sozialen Gegensätzen, Entsolidarisierung, wachsender Chancenungleichheit und Armut." Mit diesen Worten begrüßte Gunder Heimlich die circa 250 Konferenzteilnehmer im gut gefüllten Casino auf Zeche Zollverein in Essen. Für den AWO-Niederrhein-Vorsitzenden steht fest: "Ohne funktionierenden Sozialstaat gibt es keinen sozialen Frieden und damit keine Zukunft für dieses Land!"

Vor diesem Hintergrund appellierte er an die Konferenzteilnehmer, die 1. AWO-Sozialkonferenz nur als Auftakt zu verstehen. Die AWO am Niederrhein regt an, das Thema grundlegend, bundesweit und in allen Gliederung zu debattieren und dabei klare grundsätzliche sozialpolitische Positionen des Verbandes abzustecken.

Schwerpunkte

Sigmar Gabriel, SPD-Parteivorsitzender

Auch Sigmar Gabriel hob in seiner Grundsatzrede die Bedeutung des Sozialstaates hervor. Auf heftige Kritik stieß beim SPD-Vorsitzenden die aktuelle Sozialpolitik der Bundesregierung, die - 20 Jahre nach der Wiedervereinigung - dazu beitrage, das Land zu spalten. Um dem Sozialstaatsgebot Rechnung zu tragen, seien Mindestlöhne erforderlich und Hartz-IV-Regelsätze, die ein menschenwürdiges Leben ermöglichen. Statt Bildungs-Gutscheine für Hartz-IV-Kinder forderte Gabriel Investitionen in die Bildungsinfrastruktur und Beitragsfreiheit für Kindertagesstätten. Die AWO sieht Sigmar Gabriel dabei in der Rolle des 'soziale Kompetenzzentrums' der SPD.
Dieser Aufgabe werde sich die Arbeiterwohlfahrt gerne stellen, signalisierte der Vorsitzende des Präsidiums, Wilhelm Schmidt. Auch er warf der Bundesregierung vor, auf dem Rücken der Schwächsten zu sparen und damit den Zusammenhalt der Gesellschaft aufs Gröbste zu gefährden. Die AWO dürfe den "unwürdigen Umgang" mit den sozial benachteiligten Menschen nicht hinnehmen.

Essener Erklärung

'Zusammenhalt stärken - Ausgrenzung verhindern' lautet der Titel der 'Essener Erklärung', die von den Teilnehmern im Rahmen der Konferenz in drei Fachforen ('Armut von Kindern und Jugendlichen', 'Gerechte Entlohnung für gute Arbeit' und 'Altersarmut von morgen') beraten und weiterentwickelt wurde. Die 'Essener Erklärung' bildet die Grundlage für ein umfassendes programmatisches Konzept der AWO zur Zukunft der Sozialpolitik.

Bildergalerie Fachtagung

Zeche Zollverein Essen

An der Anmeldung: Christel Sehl, Jutta Hessel, Barbara Dieckmann, Gunder Heimlich

Anmeldung zur Konferenz - Horst Moser (Mitglied des Präsidiums) und Brigitte Döcker (Mitglied des Vorstands) AWO Bundesverband e.V.

AWO-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Stadler im WDR-Interview

Begrüßung durch Wilhelm Schmidt
Vorsitzender des Präsidiums AWO Bundesverband e.V.

Verleihung der Marie-Juchacz-Plakette an Dr. Hans van Els,
v.l.: Wilhelm Schmidt, Gunder Heimlich, Dr. Hans van Els, Wolfgang Stadler

250 Delegierte im Casino auf Zeche Zollverein in Essen

Grußwort von Gunder Heimlich, Vorsitzender AWO Bezirksverband Niederrhein e.V.

Grußwort von Michael Franz, Vorsitzender AWO Kreisverband Essen e.V.

Plenum der 1. AWO-Fachkonferenz zur Zukunft der Sozialpolitik

SPD-Vorsitzender Sigmar Gabriel im Blitzlichtgewitter

SPD-Vorsitzender Sigmar Gabriel
Grundsatzrede 'Zur Zukunft des Sozialen in der Politik'

Michael Franz, Gunder Heimlich, Wolfgang Stadler, Wilhelm Schmidt

Mittagspause im red dot design Museum

Fachforum 'Armutsvermeidung im Kinder- und Jugendalter', Impulsreferat von Gerda Holz, Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik, Frankfurt am Main

Impulsreferat von Dr. Claudia Weinkopf (Universität Duisburg-Essen)
im Fachforum 'Integration durch gute Arbeit und gerechten Lohn'

Fachforum 'Armutsvermeidung im Kinder- und Jugendalter'

Diskussion im Fachforum 'Armutsvermeidung im Kinder- und Jugendalter'

Diskussion im Fachforum 'Armutsvermeidung im Kinder- und Jugendalter'
v.l. Volker Münchow, Bettina Trenckmann, Paul Saatkamp

Fachforum 'Armutsvermeidung im Kinder- und Jugendalter',
Barbara König, Geschäftsführerin Zukunftsforum Familie

Berichte aus den Fachforen
Michael Rosellen, Helga Kühn-Mengel, Wolfgang Stadler, Dr. Harald Groth


red dot design museum (Foto: © red dot design museum)

Einstimmung

Ausgezeichneten Anklang fand bei den Konferenzteilnehmern ein Informations- und Erfahrungsaustausch am Vorabend im red dot design Museum auf Zeche Zollverein. Dabei sorgte die beeindruckende Kulisse des Schürerstands im Kesselhaus von Zeche Zollverein ebenso für die richtige Einstimmung auf die Sozialkonferenz wie ein Auftritt von Heinrich Pachl.

Bildergalerie Vorbereitungstreffen

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